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German text for the KYRENIA SHIP K
Y R
E N I A -
2 SCHIFF
DER
HOFFNUNG AM 20.11.1965 entdeckte
der berühmte griechisch-zypriotische Taucher Andreas Kariolou ein
antikes Schiff von dem behauptet wird,
es sei das am besten erhaltenste dieser Art.
Andreas Kariolou fand das Wrack in 30 Meter Tiefe etwa l Meile östlich von Kyre-nia,
der kleinen Hafenstadt an der Nordküste von Zypern. Er meldete seine Entdeckung dem Ministerium für Altertums
forschung der Republik Zypern. Dann im Jahre
1967 begann ein Team bestehend aus
Tauchern Archäologen und anderen
Wissenschaftlern-insgesamt 54 Spezialisten unter der Leitung von
Michael Katzev, Archäologe der Universität
Pensyl-vania-mit der Bergung nach 15
jähriger Forschungs-und bergungsarbeit wurde das antike Schiff dann zu 70% rekonstruiert unter
Leitung von Prof. Dick Steffi, Unive-siät
Texas. Das Ergebnis war ebenso einmalig
wie überraschend:
Es handelt sich um ein vcrhaltnismassig kleines Schiff von 14.75m (48 fuss) Länge
und 4.20m (13.7 fuss) Breite.
Das Schiff wurde
von einem griechi-schen Bootsbauer aus Alepo - Fichte
entweder aus Samos oder aus Zypern gefertigt. Es wurde nach der Methode gebaut: zuerst die Aussenhaut dann die Rippen. Es wurde
als Handels schiff eingesetzt. Durch spezielle Undersuchungs methoden mit "Carbon 14" wurde festgestellt, dass sein Holz aus dem Jahre 389 v. Chr. stammt. Die im dem Boot gefundenen Mandeln stammen aus dem Jahre 288 v. Ch.
Man geht also davon aus, dass diese würdige
Alte Dame' über 80 Jahre lang die
Meere befahren hat, mit grösster Wahrscheilichkeit
während der Herrschaft von Alexander dem Grossen. Das
Schiff war mit 400 Wein amphoren aus Rhodos, Samos und einer einzigen aus Palästina beladen. Auf einigen waren die Initialen in griechischen buchstaben (API) des Besit-
zers eingeprägt. Von den mehreren 1000 Funden seien hier aufgeführt:
5 Bronze-Münzen von denen 2 um 306 v. Chr. von Demetrius
dem Eroberer geprägt worden sind. 4 Trink-gefässe, 4
Holzlöffel, 4 Teller. Es wird vermutet, das Schiff
von l Kapitän und 3 oder 4 Besatzungsmitgliedcrn geführt wurde. Auf
dem Vorschiff fand man 160 Segelringe aus Blei, ein grosser Teil
der Beplankung war vom Toredo Wurm befallen.
Das
Unterwasserschiff war mit l-2mm dicken
Bleiplatten beschlagen, möglicher-weise um die Stabilität zu vergrösscrn und um es gegen Bewuchs zu schützen, sowie es wasserdicht zu machen. Man fand 29 Mühlsteine aus vulkanischem Gestein von der
griech Insel Nisyros. Es konnten 3 grossere Reparaten am Rumpf Pestgestellt werden. Es wurden 5 Speerspitzen gefunden. In einigen Ton-amphoren befanden sich über 10.000 Mandeln. Eine kleine menge Feigen, Knoblauch, Linsen, Trauben, Olivenkerne lassen Rückschlüsse
auf den Speiseplan der Besatzung zu.
REKONSTRUKTION
Dieses Schiff und seine einzigartigen archäologischen
und historischen Schätze stellen
ein kulturelles erbe von weltweiter Bedeutung dar. Es wird im alten
Kastell von Kyrenia aufbewahrt, dem
griechisch -zypriotischen Hafenstädtchen Zyperns.
DIE NACHBILDUNG
1981 hatte der Präsident des 'Hellenic Institute for the Preservation of Nautical
Tradi-tion' (HIPNT) Harry Tzalas, ein
begeisterter Hobbyarchäologe, die
grossartige Idee, eine genaue Nachbildung des jetzt beschlagnahmten, historischen Schiffes bauen zu lassen
und sich dabei der Baumethoden
des Altertums zu bedienen.
Mit
der Unterstützung der Professoren Katzev and Steffy wurde diese Nachbildung
etwa 2 Jahre später in der Werft 'Manolis
Psaros' in Piraeus (Athen) fertiggestellt.
Das war einer der grössten Erfolge der heutigen praktischen Archäologie. Beim Sta-pellauf
am 22..6.1985 wurde das Schiff nach der
Heimatstadt der Flüchtlinge aus Kyrenia
benannt: KYRENIA II (K2) Seit dieser Zeit ist die K2 ein Symbol der Hoffnung auf eine Rückehr nach Kyrenia geworden.
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